Modul 2: Der Schlüssel zur Welt: Sprache –sprachliche Bildung und Förderung, Kreativität

Sprache (sprachliche Bildung und Förderung), Kulturelle Bildung, Kreativität, Musik, Kunst und Film

Von Geburt an erkunden und erschließen sich Kinder die Welt mit allen Sinnen. Sich selbst, die eigenen Bedürfnisse, Gedanken und Gefühle mitzuteilen und andere zu verstehen, sind der Schlüssel zur Teilhabe an der Welt.

Aufgrund der hohen Komplexität und der individuellen Bildungsbiografien ist es hilfreich eine Differenzierung dieser vielfältigen und unterschiedlichsten Formen der Kommunikation und Interaktion in den Blick zu nehmen. Unter dem Leitgedanken "Der Schüssel zur Welt" können Sie in diesem Modul zwischen den Schwerpunkten "Sprache – Sprachliche Bildung und Förderung" und "Kreativität, Musik, Kunst und Film" wählen, wobei die Schwerpunkte sich immer wieder aufeinander beziehen. Durch Sprache wird den Kindern ermöglicht, sich ihre Lebenswelt aktiv zu erschließen, sie zu verstehen, einzuordnen und zu verinnerlichen und im Kontakt mit anderen Menschen sich im ko-konstruktiven Dialog in Denkprozesse zu begeben und sich Wissen anzueignen. Bildnerische und darstellende Ausdrucksformen im Rahmen von Kreativität, Musik, Kunst und Film ermöglichen Kindern einen inklusiven und entwicklungsangemessenen Zugang zu sich und der Welt und bietet ihnen die Möglichkeit Kultur-, entwicklungs- und bildungsortübergreifend Gemeinschaft zu erleben. In Zeiten mit erhöhter und unterschiedlichster Herausforderung ist es von herausragender Bedeutung mit den Kindern und ihren Familien gemeinsam neue Konstrukte zu erarbeiten.

Ziele und Inhalte der Fortbildung im Schwerpunkt Sprache

Sprachliche Bildung ist ein Schlüsselprozess im pädagogischen Alltag, der in allen Situationen und Interaktionen und für alle Kinder in allen Bildungsbereichen bedeutsam ist. Bildungssprachliche Kompetenzen sind für Kinder eine der wesentlichsten Voraussetzungen für das Lernen, zur gesellschaftlichen Teilhabe und für den Schulerfolg. Sprachlicher Bildung kommt somit eine herausragende Bedeutung bei der Verbesserung der Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit zu. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte, Kindertagespflegepersonen und alle an Bildung Beteiligten erwerben und vertiefen ihr Wissen und ihre Kompetenzen zu sprachlichen Bildungsprozessen. Ziel ist es, eine durchgängige Implementierung der sprachlichen Bildung im pädagogischen Alltag zu erreichen, in der eigenen Praxis zu verankern und die kindliche Sprach- und Literacyentwicklung auf vielfältige Weise zu unterstützen. Auch die Nutzung von digitalen Medien zur sprachlichen Förderung wird in ihrer Bedeutung für kindliche Lernprozesse erarbeitet und an praktischen Beispielen erprobt. Für eine an den individuellen Bedarfen der Kinder orientierte Begleitung und Förderung werden differenzierte Formate und Angebote aus der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung sowie die Einführung und die Nutzung des Erwerbs der Bildungssprache als grundlegende Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse bearbeitet.  

Kinder verfügen über zahlreiche Möglichkeiten sich mitzuteilen und auszudrücken, Beziehungen herzustellen und sich die Welt zu erschließen – diese Potenziale zu erkennen ist ein zentraler Schlüssel für alltagsorientierte, zielgerichtete Bildungsprozesse und für eine sprachsensible Unterrichtsgestaltung.

Sprachbeobachtung, die kontinuierlich und systematisch erfolgt, eröffnet der Fachkraft, der Lehrkraft und allen an der Bildung Beteiligten bedeutsame Einblicke in die Lernprozesse des Kindes. Beobachtungen in unterschiedlichen Settings mit dem Blick auf das Kind als aktivem Gestalter seines Bildungsprozesses und unter Beachtung der großen Bedeutung der Interaktionsqualität bilden die Grundlage für gelingende, entwicklungsangemessene Begleitung. Die Dokumentation der Ergebnisse bildet eine wichtige Grundlage für eine ko-konstruktiv gelebte Erziehungspartnerschaft an den Bildungsorten Krippe und Kindertagespflege, Kindertageseinrichtung, Schule und Hort sowie im Pakt für den Nachmittag, in der Betreuung und im Ganztag.

Alltagsintegrierte sprachliche Bildung ist die Basis für einen inklusiven, dialogischen und ko-konstruktiven Ansatz, der sich in einer Kultur der Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Eltern in allen Bildungseinrichtungen wiederfindet (vgl. Konzept des Landes Hessen [1]).

Mehrsprachigkeit wird für die sprachliche Bildung und Sprachförderung als Ressource verstanden. Entsprechende Kompetenzen aller Kinder, ihrer Familien und der Fach-und Lehrkräfte werden anerkannt und angemessen genutzt. Die Herkunftssprache(n) als erste Sprache(n) des Kindes sind für die sozial-emotionale und kognitive Entwicklung des Kindes elementar. Individuelle mehrsprachige Erfahrungen und Sprachkompetenzen können im Kontext der sprachlichen Bildung und Sprachförderung vielseitig aufgegriffen werden. Sie bilden wichtige Ansatzpunkte für das Erlernen der deutschen Sprache, für Maßnahmen zur Deutschförderung in Sprachfördergruppen, in Vorlaufkursen und in Intensivklassen sowie beim Einsatz und der Nutzung von digitalen Medien.

[1] Sprachliche Bildung und Förderung aller Kinder im Elementar- und Primarbereich, Konzept des Landes Hessen

Besonderheiten im Schwerpunkt Sprache

In der Modulfortbildung im Schwerpunkt Sprache können individuelle Schwerpunkte zu folgenden Themen gesetzt werden:

  • Alltagsintegrierte sprachliche Bildung im Sinne der BEP-Prinzipien
  • Interaktionsqualität als Grundlage sprachlicher Bildung
  • Alltagssprache und Bildungssprache
  • Beobachtung und Bedeutung von Beobachtung für den pädagogischen Alltag
  • Entwicklungspsychologische Grundlagen / individueller Spracherwerb/ Sprachauffälligkeiten
  • Förderdiagnostische Methoden / Instrumente
  • Literacy und Schriftsprachlichkeit
  • Übergangsgestaltung / Schuleintritt im Sinne des BEP
  • Sprachsensibles Unterrichten
  • Einsatz und Nutzung digitaler Medien
  • Kinder mit Fluchthintergrund
  • Vorstellung des schulischen Gesamtsprachförderkonzepts des Hessischen Kultusministeriums, insbesondere des Vorlaufkurses

Ziele und Inhalte der Fortbildung im Schwerpunkt Kulturelle Bildung - Kreativität, Musik, Kunst und Film

Kreativität ist ein besonderer Schlüssel zur Welt: Angefangen bei ästhetischen Bildungsprozessen, die es Kindern in ko-konstruktiver Weise ermöglichen, neue und phantasievolle Lösungswege für Fragen oder Problemstellungen zu finden,  entlang ihrer Interessen die Fähigkeit zum Lernen zu erweitern, um so den Grundstein für lebenslanges Lernen zu legen.  Das Verständnis von Kreativität als eine Fähigkeit, neue Zusammenhänge zu erschließen, Bestehendes zu verändern und über gegebene Grenzen hinweg zu denken, stellt für uns alle eine Kernkompetenz dar. Für Kinder, pädagogische Fach- und Lehrkräfte, Tagespflegepersonen und allen an Bildung Beteiligten, bieten sich dadurch vielfältige Möglichkeiten mit Herausforderungen umzugehen und daran zu wachsen.

Kreativität entsteht in der Auseinandersetzung mit der Umwelt, der Natur oder im schöpferischen Tun, durch den Dialog und die Anregung metakognitiver Denkprozesse.

Ästhetisch-kulturelle Bildungsprozesse helfen dabei, die im BEP formulierten Visionen der kreativen, künstlerischen und fantasievollen Kinder und der kommunikationsfreudigen und medienkompetenten Kinder zu verbinden und zu verwirklichen. Von der sinnlichen Wahrnehmung der Welt und dem ästhetischen Forschen über den kreativen Umgang mit Tanz, Musik, darstellendem Spiel, Literacy, bildender Kunst, wie auch dem Medium Film, lernen Kinder und Erwachsene unterschiedliche Formen des Ausdrucks und ihrer Interpretation der Welt kennen. Künstlerische Strategien wie Arrangieren, Ordnen, Inszenieren, Verfremden, Forschen und Sammeln sind individuelle und ureigene Herangehensweisen, sich die Welt zu erschließen, sind aber auch Methoden der Bewusstmachung sinnlich-ästhetischer Erfahrungen und führen zu Denk- und Abstraktionsfähigkeit.

Kulturelle Teilhabe Die Verbindung von sprachlichen mit musischen, künstlerischen und ästhetischen Bildungsprozessen sowie mit digitalen Medien, stärkt Kinder in ihren sprachlichen Kompetenzen und erleichtert ihnen den Zugang zur deutschen Sprache und die Teilhabe an ko-konstruktiven Bildungsprozessen. Kreative Ausdrucksformen verbinden Kulturen und schaffen Kultur. In der Auseinandersetzung mit Kulturräumen (Museen, Theater, Konzerte) erschließen sich Kinder ihre Lebenswelt und lernen Kultur als identitäts- und gemeinschaftsstiftend kennen.

Besonderheiten im Schwerpunkt Kulturelle Bildung – Kreativität, Musik, Kunst und Film

  • Die Kraft des schöpferischen Handelns entdecken.
  • In der neugierigen und freudvollen Auseinandersetzung mit sich, den Anderen und der Welt die Grundsätze und Prinzipien des BEP kennen lernen oder vertiefen.
  • Dabei die Kompetenzen stärken, die Kinder mitbringen, die sie stark, neugierig und kompetent -für eine unbekannte Zukunft- machen.

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