Lernmethodische Kompetenzen

"Lernmethodische Kompetenz ist die Grundlage für bewussten Wissens- und Kompetenzerwerb und somit lebenslanges, selbst gesteuertes Lernen."

BEP, S. 43

Ist es nicht unglaublich spannend, dass wir über das eigene Denken nachdenken können? Und dass wir lernen können, wie Lernen funktioniert? Wann haben Sie das letzte Mal an einem Problem oder einer Frage getüftelt und sind zu einer Lösung gekommen? Hoffentlich waren Sie dann stolz und waren sich bewusst, was Sie alles können und wie Sie das für sich nutzen konnten: Sie haben Ihre lernmethodischen Kompetenzen genutzt. Dazu gehört zu wissen, wie und wo wir uns Informationen beschaffen können, wie wir die neuen Informationen einordnen und wie wir sie auf eigene Lösungswege übertragen können. Dabei kann es vorkommen, dass wir mehrere Lösungswege ausprobieren müssen, aber auch dadurch lernen wir. Der Lösungsweg wird uns dadurch bewusst und wir können unser neues Wissen auf andere Situationen und Probleme übertragen.

Beispiel

Wir können die Lösungsschritte der Kinder sprachlich begleiten und sie dabei unterstützen zu benennen, welche Gedanken dahinterstecken (Metaebene). So wird der Lösungsweg bewusst und kann für weitere Planungsschritte genutzt werden.

Medien können wir z.B. gezielt nutzen, um Informationen zu beschaffen, aber auch um den Ursprung von Informationen kritisch zu hinterfragen. Die ko-konstruktive Erforschung von Bedeutung ist für das Lernen wichtig. Auch Wissen über unser Denken kann guttun: Unser Gehirn braucht Übung - es ist nicht möglich, alles sofort zu können!

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BEP-Lupen

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Folgende BEP-Lupen könnten für die Auseinandersetzung mit Ko-Konstruktion hilfreich sein. Ko-Konstruktion gehört zu den Grundsätzen und Prinzipien des BEP und spielt bei allen Bildungs- und Erziehungsprozessen eine fundamentale Rolle. Daher bildet die Ko-Konstruktion auch in allen anderen BEP-Lupen, die hier nicht aufgeführt sind, eine der Grundlagen.

Da die Themen und auch damit die Grundsätze und Prinzipien des BEP alle ineinandergreifen, tauchen die BEP-Lupen mehrmals unter verschiedenen Themen auf.  Es kommen immer wieder neue BEP-Lupen dazu! Schauen Sie also gerne öfter hier vorbei.

Sie fragen sich, was BEP-Lupen sind? Und welche es gibt?
Informationen zu den BEP-Lupen und viele weitere BEP-Lupen finden Sie hier.

BEP-ABC

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Bei den aufgeführten Begriffen wird auch auf den BEP und seine Handreichungen verwiesen. Im BEP greifen jedoch alle Grundsätze und Prinzipien ineinander, daher sind diese Verweise als Beispiele zu verstehen.  Im BEP-ABC können Sie alle ausgewählten wichtige Begriffe des BEP und der BEP-Handreichungen nachlesen.

Der Begriff Ko-Konstruktion besteht aus Ko = zusammen/gemeinsam und Konstruktion = Konstruieren/Bilden/Zusammensetzen. Beim Lernen verbinden wir unsere Fähigkeiten, unsere Wahrnehmung und unser Wissen. Wir lernen mit Freude, wenn wir es wirklich verstehen und es eine Bedeutung für uns hat. Das gelingt, wenn wir mit anderen unsere Ideen austauschen, die Ideen und Perspektiven anderer kennenlernen und unser Wissen zusammenführen. Dadurch lernen wir miteinander und voneinander – wir ko-konstruieren. Indem wir gemeinsam die Bedeutung der Dinge erforschen, lernen wir am besten und am nachhaltigsten – das ist die Überzeugung des BEP. (Siehe auch S. 5)

„Kinder lernen am besten und sind am kreativsten, wenn sie sich wohl- fühlen und mit Freude lernen.“ (BEP, ab S. 27) Kinder brauchen zum Lernen Wiederholungen und den Freiraum, zu entdecken, zu forschen und Fehler machen zu dürfen. Die im Kindesalter erworbenen Kompe- tenzen sind die wichtigsten Grundlagen für lebenslanges Lernen.

Ein Lernprozess beschreibt den Weg und das, was bis zum gesetzten Ziel auf diesem Weg gelernt wird. Je nachdem, was gelernt wird, kann ein Lernprozess eine kurze Zeit oder mehrere Jahre dauern. Dabei sind auch mehrere kleine Lernprozesse und Ziele enthalten. (Siehe auch Kapitel sowie den Begriff Bildungs- und Erziehungsprozesse im BEP-ABC)

„Problemlösen stellt die Grundlage für das Lernen von Kindern dar. Durch individuelles und gemeinsames Lösen von Problemstellungen aus ihrer eigenen Erfahrung lernen Kinder, die Welt zu erforschen und zu verstehen.“ (BEP, S. 92) Zum Problemlösen gehört das Erkennen und Analysieren einer Problemstellung oder Frage, die Entwicklung von Lösungsideen sowie das Ausprobieren und das Überprüfen bis zur Lösung. Über die Stärkung der Basiskompetenzen, stärken wir die Kinder auch in ihrem problemlösenden Verhalten. Die Ko-Konstruktion und unsere Begleitung der Lernprozesse spielen dabei eine große Rolle.