Individuumsbezogene Kompetenzen

"Diese Basiskompetenzen sind Eigenschaften, die zur Lebensbewältigung des Kindes und zu einem lebenslangen Lernen befähigen."

BEP, S. 41

Die individuumsbezogenen Kompetenzen gehören zu den Basiskompetenzen. Das sind die Kompetenzen und Stärken der Persönlichkeit eines Kindes, die es dem Kind ermöglichen, sich mit sich selbst wohlzufühlen, seine geistigen und kreativen Fähigkeiten zu nutzen und gut für sich selbst sorgen zu können. Im gesamten pädagogischen Alltag können wir die Kinder in diesen Kompetenzen stärken.

Beispiel

Als Fach- und Lehrkräfte können wir die Gefühle der Kinder wertschätzend begleiten. Helfen Sie dem Kind, die eigenen Gefühle zu erkennen und zu benennen: „Ich sehe, du bist traurig/wütend/enttäuscht/müde …“ Das Kind lernt, sich selbst besser zu verstehen, und kann erkennen, woher diese Gefühle kommen und was es braucht: „Warum fühle ich mich so? Was könnte mir helfen? Was hat mir schon einmal gut getan?“

Wenn wir unsere Gefühle gut kennen, können wir gut für uns selbst sorgen und auch die Gefühle anderer erkennen und darauf kompetent reagieren. Auch Freude und Erfolg bewusst wahrzunehmen, ist wichtig. Was macht mir Spaß? Worauf bin ich stolz? Was habe ich geschafft und wie? Helfen Sie auch hier den Kindern, sich auszudrücken. Bei allen Aktivitäten können wir den Kindern zeigen, wie viel sie schon können, und sie darin unterstützen, Lösungswege für Probleme zu entwickeln und Ideen umzusetzen. Ist den Kindern bewusst, was sie können, können sie das gezielt einsetzen. So stärken wir das Selbstvertrauen der Kinder und sie sind motiviert, sich neue Ziele zu setzen.

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Folgende BEP-Lupen könnten für die Auseinandersetzung mit Ko-Konstruktion hilfreich sein. Ko-Konstruktion gehört zu den Grundsätzen und Prinzipien des BEP und spielt bei allen Bildungs- und Erziehungsprozessen eine fundamentale Rolle. Daher bildet die Ko-Konstruktion auch in allen anderen BEP-Lupen, die hier nicht aufgeführt sind, eine der Grundlagen.

Da die Themen und auch damit die Grundsätze und Prinzipien des BEP alle ineinandergreifen, tauchen die BEP-Lupen mehrmals unter verschiedenen Themen auf.  Es kommen immer wieder neue BEP-Lupen dazu! Schauen Sie also gerne öfter hier vorbei.

Sie fragen sich, was BEP-Lupen sind? Und welche es gibt?
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Bei den aufgeführten Begriffen wird auch auf den BEP und seine Handreichungen verwiesen. Im BEP greifen jedoch alle Grundsätze und Prinzipien ineinander, daher sind diese Verweise als Beispiele zu verstehen.  Im BEP-ABC können Sie alle ausgewählten wichtige Begriffe des BEP und der BEP-Handreichungen nachlesen.

Die Basiskompetenzen bilden die Grundlage für den Kompetenzerwerb und für den Wissenserwerb. Zu den Basiskompetenzen zählen die individuumsbezogenen Kompetenzen, die Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext, die lernmethodischen Kompetenzen und die Widerstandsfähigkeit (Resilienz). (Siehe auch S. 13 – 20)

Emotionale Kompetenzen umfassen die Fähigkeiten, eigene Gefühle und Gefühle anderer erkennen, benennen und kompetent darauf reagieren zu können. (BEP, ab S. 57)

Feinfühlig mit Kindern umgehen, bedeutet, mit den Gefühlen, Bedürfnissen und Sichtweisen der Kinder sensibel, wertschätzend und verständnisvoll umzugehen. Dazu gehört, sich in die Kinder hineinzuversetzen und die Welt aus der Perspektive der Kinder zu betrachten. Dazu gehört auch, herausforderndes Verhalten von Kindern anzunehmen. Daher fragen wir uns bei allen Situationen: Wie erlebt das Kind gerade die Situation? Welche Bedürfnisse oder auch unerfüllten Bedürfnisse stecken dahinter? Was möchte das Kind ausdrücken? Was braucht das Kind? Wie kann ich das Kind unterstützen, begleiten und stärken? Wie kann ich jedes Gefühl, das das Kind zeigt, annehmen und sensibel darauf reagieren? (BEP, S. 32/33; U3-Handr., ab S. 17)

Wir erleben uns als selbstwirksam, wenn wir Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten haben und wir Möglichkeiten wissen, wie wir handeln können. Dadurch ist uns bewusst, dass wir Einfluss nehmen können und dass wir handlungsfähig sind. Wir sind einer Herausforderung oder einer Problemstellung nicht ausgeliefert, sondern wir können sie meistern.

„Kinder lernen am besten und sind am kreativsten, wenn sie sich wohl- fühlen und mit Freude lernen.“ (BEP, ab S. 27) Kinder brauchen zum Lernen Wiederholungen und den Freiraum, zu entdecken, zu forschen und Fehler machen zu dürfen. Die im Kindesalter erworbenen Kompetenzen sind die wichtigsten Grundlagen für lebenslanges Lernen.